Image Source Control ist jetzt live

Erfahre, wie das WordPress-Plugin Image Source Control zum Verwalten von Bildquellenangaben das Licht der Welt erblickte.
Ein Kopf-Bild, das verdeutlicht, wie das WordPress-Plugin Image Source Control Bildquellenangaben auf Bildern und als Global Quellenliste darstellt.

Vor über zehn Jahren erreichte mich ein Schreiben von einem Anwalt, in dem ich aufgefordert wurde eine Unterlassungserkärung abzugeben und 6.000 € Strafe zu bezahlen, weil ich keine Quelle für ein von Pixelio verwendetes Bild angegeben hatte. Ich kam mit 300 € Kosten für meinen Anwalt davon – wahrscheinlich, weil es sich bei der Webseite um ein privates Projekt ohne kommerzielles Interesse handelte.

Dennoch ärgerlich, weil ich es einfach nur vergessen hatte die Quellenangaben hinzuzufügen. Die anderen Bilder auf der Webseite hatten alle eine bekommen.

Da ich schon ein paar Jahre Erfahrung als WordPress-Entwickler hatte, schrieb ich mir ein kleines Plugin. Es erlaubt mir nicht nur, die Quellen für Bilder neben den Bildern oder in Bildquellenverzeichnissen auszugeben, sondern verhinderte mit einer Warnung im Backend auch, dass ich die Angaben in Zukunft vergesse.

Die erste Version von Image Source Control war geboren.

10 Jahre ein Dauerbrenner

Illustration des Features „Overlay“ des WordPress-Plugins Image Source Control

Seit Jahren verwende ich das Plugin auf allen meinen Webseiten mit externen Bildern, darunter die von mir gegründete und bis 2018 betriebene größte deutschsprachige Plattform zu Wortspielen, wort-suchen.de.

Neben mir haben über die Jahre auch tausende andere Webseiten die Basisversion des Plugins genutzt. Das positive Feedback hat mich sehr gefreut.

Auch zehn Jahre nach der ersten Version zeigen die regelmäßigen Anfragen, dass das Thema Urheberrechtsangaben bei Bildern ein Dauerbrenner ist.

Ich habe mich bemüht, allen Anfragen gerecht zu werden, doch irgendwann benötigte ich Hilfe. Da sich das Thema anscheinend nicht erschöpft, und um allen Nutzern gerecht zu werden, habe ich mich schließlich entschieden, Image Source Control als kostenpflichtiges Plugin herauszugeben.

Neue Funktionen

Illustration des Features „Beitrags-Quellenliste“ des WordPress-Plugins Image Source Control

Die neue Version enthält Funktionen, die ich über die letzten Jahre auf Anfrage für Kunden entwickelt habe und die bereits auf großen redaktionellen Seiten im Einsatz sind.

  • Stapelverarbeitung von Quellen in einer Übersicht, statt nur für jedes einzelne Bild.
  • Bilder außerhalb des Beitragsinhalts werden in die Quellenverwaltung mit einbezogen.
  • Die Standardquelle wird automatisch für Bilder vergeben, die bisher keine Quellenangabe hatten.

Aus Erfahrung lernen

Seit nunmehr acht Jahren vertreibe ich das beliebteste Anzeigenplugin für WordPress, Advanced Ads. Mittlerweile nutzen mehr als 150.000 Webseiten das Plugin aktiv und das Team ist auf zehn Personen angewachsen.

So ein laufendes Projekt hat natürlich viele gut geölte Rädchen. Aber auch manches Rad, dessen Funktion einem nicht mehr bewusst ist, das man aber aufgrund der Größe auch nicht anfassen möchte. Auch daher habe ich mich, zugegeben, etwas auf Image Source Control gefreut. Hier kann ich viele Sachen einmal komplett neu angehen – ohne die Gefahr, etwas kaputt zu machen.

Dazu gehört auch, von Anfang an jemanden mit ins Team zu holen. Nach so einer Person habe ich die letzten anderthalb Jahre gesucht.

Da traf es sich gut, dass ich mich Ende 2021 mit Tim unterhalten habe. Zu meiner Zeit als Freelance-Entwickler habe ich den Onlinehandel für Wolle, lanade.de, für seine Frau und ihn auf Magento portiert und mit einem neuen Layout nach Tims Entwürfen versehen. Was ich heute über Typographie und Layout weiß, weiß ich von Tim.

Mittlerweile hatte sich Tim zum Medienfachwirt weitergebildet und suchte eine neue Herausforderung. Meine beiden Hauptkriterien für neue Mitarbeiter sind: Ich möchte durch die Zusammenarbeit motiviert sein und etwas von ihnen lernen. Kurzum, jetzt ist Tim bei Image Source Control für alles verantwortlich, was nicht direkt Quellcode ist. Die ersten zwei Monate hat Tim meine Anforderungen übererfüllt und ich bin voller Freude, dass wir in so kurzer Zeit ein Redesign der Website umgesetzt und den Shop eingerichtet haben.

Datenschutz ganz groß

Illustration des Features „Globale Quellenliste“ des WordPress-Plugins Image Source Control

Apropos Einrichtung der Website und Shop. Ich hatte hier zwei Anforderungen, die das Projekt spannend, aber die Umsetzung nicht einfach gemacht haben:

  1. Gleichwertige Behandlung einer deutschen und einer englischen Website, inklusive Übersetzung des Shops und Checkouts.
  2. Datenschutz ganz groß: Wir wollen so wenige Daten wie möglich einsammeln und auf Drittanbieter verzichten.

Einfach war das alles nicht. Die konkrete Umsetzung kann mehrere eigenständige Beiträge füllen.

Den einzigen Kompromiss mussten wir im Checkout machen. Die gängigen Bezahlanbieter – die auch mit einem WordPress-Shopsystem funktionieren – sind nun mal Drittanbieter aus den USA. Zumindest bieten wir bei größeren Paketen aber auch Direktüberweisung an.

Wie geht es weiter?

Webseite und Shop stehen. Jetzt schauen wir erst einmal, wie sich die Käufe und Anfragen in den nächsten Wochen entwickeln. Danach legen wir die weitere technische Roadmap fest. Hierzu gehören dann wahrscheinlich ein paar Layoutvorlagen, um die Ausgabe der Overlays und Quellenlisten anzupassen.

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